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14.12.2017 : 20:02 : +0100

Hundesport

Training als Fakten

Ansprechpartner:

Norbert Behn

Trainingstermin

Samstag
15:00 Uhr - 16:30 Uhr
Hundefrisbee

Trainingsgelände

Wir trainieren auf unserem Trainingsgelände in 14641 Nauen, Erster Eierhorstweg auf dem Gelände des HSV Nauen.

Dog-Frisbee

Dog-Frisbee ist das Spiel mit dem Hund und der Scheibe, eine Hundesportart, die im Jahre 1971 in den USA erfunden wurde, wo sie auch unter dem Namen "Disc-Dogging" bekannt ist. Dog-Frisbee entstand dadurch, dass ein begeisterter Frisbee®-Spieler die gleiche Leidenschaft für das Scheiben-Spiel wie bei ihm vorhanden, auch bei seinem Whippet entdeckte.

Und so entwickelte sich eine neue Hundesportart. Naja, der "offizielle" Beginn war etwas kurios: 1974 machte sich besagter Hundefreund Alex Stein mit seinem Hund bei einem Baseballspiel in der Pause auf den Weg aufs Spielfeld und führte ihren Sport vor - er warf und sein Hund Ashley fing die Scheiben aus Höhen von bis zu 2,70 m und rannte dabei mit ca. 65 Stundenkilometern übers Feld. Die Zuschauer waren begeistert und in der Folgezeit verbreitete sich das Spiel mit dem Hund und der Scheibe immer mehr. In Deutschland wurde diese Sportart in den Neunziger Jahren bekannt und hält seitdem auch hierzulande Siegeszug.

Und nicht nur dies, mittlerweile gibt es internationale Turnier-Serien, wenngleich es weder international noch national ein einheitliches Reglement gibt.  

Die drei bekanntesten Disziplinen dieser Hundesportart sind: Freestyle, Mini-Distance und Long-Distance  

Freestyle:
Beim Freestyle geht es darum, binnen 90 Sekunden mit seinem Hund und der Scheibe eine Choreographie zu Musik zu präsentieren. Neben dem Fangen der Scheiben sind hier auch Trick-Elemente gefragt, beides soll zu einem stimmigen Ablauf kombiniert werden.

Mini-Distance:
In dieser Disziplin geht es darum, in einem Zeitraum von 60 Sekunden so viele Würfe wie möglich zu werfen und vom Hund fangen zu lassen. Je weiter die Scheibe fliegt, desto höher die Punktzahl, die man erreicht.  

Long-Distance:
Hier treten vier Mensch-Hund-Teams im Wettbewerb gegeneinander an, wobei jedes Team drei Würfe zu absolvieren hat. Das Team mit der geringsten Weite scheidet aus, die anderen treten solange gegeneinander an, bis der Sieger feststeht.

Bei dieser Sportart wird dem menschlichen Teampartner eine gute Wurftechnik ebenso wie eine gewisse Akrobatik und einen Hang zur Kreativität/ Originalität abverlangt. Der Hund sollte über eine gute Sprung- und Fangtechnik verfügen.
Mehr braucht es für diesen Sport eigentlich nicht, denn Geräte, viele Trainingspartner, etc. sind überflüssig.
Was jedoch nicht heißt, dass es sich um eine einfache und "nebenbei" Beschäftigung mit dem Hund handelt: Dog-Frisbee sollte man weder ohne Vorkenntnisse noch ohne vorheriges Trockentraining bezüglich der Wurftechnik absolvieren, da es sonst zu Verletzungen beim Hund kommen kann. Doch auch das Gelingen und der Erfolg hängen von besagtem Trockentraining ab.

Es heißt immer "Sicherheit geht vor", denn beim Dog-Frisbee sollte es nicht um die Optik und den Stunt gehen, es sollte nicht darum gehen immer spektakulärer zu werfen und den Hund derart fangen zu lassen, sondern um eine harmonische Teamarbeit, den gemeinsamen Sport und um den Spaß dabei.

Bestimmte Grundvoraussetzungen müssen beim Scheiben-Spiel mit dem Hund gegeben sein:

  • Der Hund muss ausgewachsen sein und sich in einem optimalen Gesundheits- und Trainingszustand befinden - Skelett und Bewegungssystem dürfen nicht geschädigt sein.
  • Der Mensch muss die richtige Wurftechnik besitzen, hier ist das angesprochene "Trockentraining" für den Menschen fundamental von Bedeutung: Der Mensch sollte zielgerichtet, d. h. punktgenau und auf die richtige Höhe, werfen können.
  • Verwendet werden dürfen nur die "richtigen Scheiben". Das heißt es dürfen keine Frisbees® für Menschen zum Spiel mit dem Hund verwendet werden, da diese zu hart und unflexibel sind und gemeingefährlich durch den Druck der Hundezähne splittern und so den Hund oder beim Fangen die empfindliche Hundeschnauze verletzen können. Die richtige Scheibe für den Hund ist flexibel, lässt sich falten, zusammendrücken, rollen, etc. ohne dabei Schaden zu nehmen.
  • Der Untergrund muss eben und ohne Löcher sein, damit weder Sie noch der Hund sich vertreten/ verletzen. Auch sollte er weich sein, das heißt Beton, Asphalt, Schotter, gefrorene Böden, etc. sind tabu.
  • Der Mensch muss für seinen Hund mitdenken, da viele Hunde beim Dog-Frisbee über ihre Grenzen hinaus gehen und sich überfordern. Pausen sind das A und O!

Die Vielfältigkeit erlangt die Sportart durch die unzähligen Kombinationsmöglichkeiten von Würfen, Sprüngen und Tricks, durch die verschiedenen Varianten und Disziplinen.  
Ein Beispiel für die einfachste Variante des Dog-Frisbee:
Vor jedem Wurf sollte der Hund einmal um seinen Menschen herum laufen, damit er die geworfene Scheibe sieht und geschickt "von hinten in einer Aufholjagd" fangen kann. Befinden sich Hund und Scheibe dann auf "passender" Höhe, fängt der Hund die Scheibe - dies im Sprung/ Flug. Nach erfolgreichem Beutezug bringt der Hund seinem Menschen die Scheibe zurück, so dass dieser erneut werfen kann.
Beherrscht man diese Form des Spiels/ Sports kann man beginnen Sprünge und Trick-Elemente einzubauen.